
Wachbach. Der SPD-Ortsverein Bad Mergentheim kam zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause in Wachbach zusammen.
Zuvor statteten die Gemeinderatsfraktion und Kreisrat Tillmann Zeller dem Neubau des Kindergartens einen Besuch ab.

Wachbach. Der SPD-Ortsverein Bad Mergentheim kam zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause in Wachbach zusammen.
Zuvor statteten die Gemeinderatsfraktion und Kreisrat Tillmann Zeller dem Neubau des Kindergartens einen Besuch ab.
Begleitet vom stellvertretenden Ortsvorsteher Ulrich Gebert und unter Führung von Architekt Jochen Elsner, machten sich die Sozialdemokraten ein Bild von dem modernen und großzügigen Bau. Die SPD und vor allem Ortschaftsrätin Helga Hessenauer-Löber hoffen, dass der Kindergarten im Interesse der Kinder und Familien bald den Betrieb aufnehmen könne. Die Bereitstellung einer ausreichenden Zahl von Kinderbetreuungsplätzen sei ein entscheidender Standortfaktor, zumal in einer wachsenden Stadt wie Bad Mergentheim, so Fraktionsvorsitzender Klaus-Dieter Brunotte.
Kreisrat Tillmann Zeller schilderte, warum sich die Kreistagsfraktion zur Verbesserung der Breitbandversorgung im Kreis bei der Wahl zwischen Backbone- und Deckungslückenmodell für das zunächst weniger zukunftssichere Verfahren Deckungslückenmodell entschieden habe.
Backbone sei finanziell kaum zu leisten und erfordere eine Ausbauzeit von 20 Jahren. "Weil wir im dünn besiedelten Kreis eine schnelle und finanziell überschaubare Lösung brauchen, scheint dies mit dem Deckungslückenmodell erreichbar", so Zeller. Nach dem Motto "Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach" habe sich die SPD-Kreistagsfraktion zu dieser Lösung entschieden.
Die Bad Mergentheimer Sozialdemokraten blickten auch über den kommunalpolitischen Tellerrand hinaus.
Dabei kritisierten sie die Verhandlungsführung besonders von Finanzminister Schäuble in der Griechenland-Krise sowie die unsägliche Äußerung des baden-württembergischen CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobl ("Der Grieche hat jetzt lang genug genervt").
Solche Aussagen stachelten zu dumpfem Griechenland-Bashing, von dem es bereits genug gebe, geradezu an.
Von ihrer eigenen Parteiführung verlangen die Genossen aus der Kurstadt eine stärker solidarische Ausrichtung in der Europapolitik. Man dürfe nicht vergessen, dass Deutschland größter Profiteur des vereinten Europas und des Euros sei. Zuletzt habe das Ansehen der Bundesrepublik in Europa stark gelitten, dem müsse entgegengewirkt werden. "Die Menschen in Griechenland verdienen unsere Solidarität", so Ortsvereinsvorsitzender Frederick Wunderle. Maßnahmen wie die jüngste Mehrwertsteuererhöhung um zehn Prozentpunkte seien unter sozialen wie ökonomischen Gesichtspunkten bedenklich.
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